Die optimale Bewerbungsmappe

Immer wieder ist dieses Thema Stoff für Bücher, Karrieremagazine oder Newsletter. Allerdings nicht, weil es neue Erkenntnisse gibt oder eine neue Verpackung des mühsam erarbeiteten Lebenslaufes den Markt revolutioniert.

 

Viel eher sind es die verschiedenen Absolventengenerationen, deren Nach-Fragen die immer neuen Ratgeberreihen erlauben. Natürlich mit leichten Variationen und so sind zu einer Zeit dunkle Farben ein guter Tipp, während einige Zeit später der Umweltgesichtspunkt und die Verträglichkeit der verwendeten Mappen weiter in den Fokus rücken.

 

Dauerhaft erfolgreich sind zeitlose Prinzipien, wie z.B. Sorgfalt, Ehrlichkeit, Lückenlosigkeit und Individualität - diese jedoch möglichst nicht zu Lasten der Handhabbarkeit und Übersichtlichkeit. Eine angenehme, aufgeräumte und ordentliche Erscheinung und Wirkung der Bewerbungsmappe und des Lebenslaufes sind bereits eine wesentliche Grundvoraussetzung für den ersten positiven Eindruck.

 

Aufgrund des subjektiven Empfindens gibt es jedoch leider kaum übergreifende Highlights als Tipps für die Gestaltung. Mit dem Verlassen von "üblichen" Gestaltungsprinzipien erregt man schnell Aufmerksamkeit oder auch einen negativen Eindruck. Empfehlen kann man daher nur die sensible Verwendung von Gestaltungsmerkmalen. Schon eine geringe Variation kann Ihre Unterlagen hervorheben (z.B. die sorgfältige Auswahl der Schriftart und damit des gesamten Schriftbildes), ohne die Arbeit der Personalverantwortlichen unnötig zu erschweren (z.B. durch eine stark abweichende Aufteilung des Lebenslaufes, sodass ein Personalverantwortlicher die gewünschte Information lange suchen muss).

 

Neben dem ersten Eindruck Ihrer Bewerbungsmappe und Ihres Lebenslaufes durch Form, Farbe, Handhabbarkeit und Übersichtlichkeit gibt es eine weitere Wahrnehmungsebene, die häufig auch von motivierten Bewerbern bei der Erstellung der Unterlagen vernachlässigt wird: Den Geruchssinn. Nicht selten  vermitteln die Unterlagen den Eindruck, dass sie verrauchter Umgebung oder während der Garzeit einer Mahlzeit in der heimischen Küchenzeile erstellt wurden, und fallen negativ auf.

 

Die formalen Bestandteile für eine Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Foto, Zeugnisse, Praktikabescheinigungen, Mappe und eine angebrachte Verpackung für die postalische Beförderung) sind im Zeitverlauf recht stabil und inzwischen allseits bekannt. Bei allem weiteren gilt es, Ihre Motivation für die Bewerbung und Ihr Interesse an der vakanten Position schlüssig, klar und transparent zu formulieren und darzulegen. Tatsächlich vermarkten Sie in diesem Moment Ihre Qualifikation und Ihre Persönlichkeit. Hier - wie auch im persönlichen Kontakt - gilt: authentisch bleiben.

 

Besonderes Gewicht hat dabei das Anschreiben. Hier gilt es, den richtigen und zielbezogenen Ton zu treffen und in kurzen, prägnanten Sätzen Aufmerksamkeit für die eigene Person und die folgenden Bewerbungsunterlagen zu schaffen. Der Bezug zu der angestrebten Position und Aufgabe sowie das Interesse an Ihrem Wunscharbeitgeber gehören in Vordergrund.

 

Die Länge des Anschreibens sollte dennoch nicht mehr als eine Seite betragen. Wir können aus unserer täglichen Arbeit bestätigen, dass eine konzentrierte und klare Formulierung des Anschreibens unsere Aufmerksamkeit in der Regel stärker bindet, als eine mehrseitige Nacherzählung des Lebenslaufes. Für den Lebenslauf ist inzwischen die amerikanische Variante (aktuelle Tätigkeit/Ausbildungsstand zu Beginn, am weitesten zurückliegende Tätigkeit in der chronologischen Auflistung nach hinten stellen) verbreitet. Auch dies ist jedoch nicht zwingend und je nach Unternehmen gibt es hier durchaus unterschiedliche Präferenzen.

 

Zum Schluss möchten wir Ihnen noch kurz mit auf den Weg geben, dass Ihre Bewerbung selbstverständlich keinen Schreibfehler enthalten darf, und dass Sie Ihr Anschreiben möglichst an einen konkreten Ansprechpartner für die vakante Position adressieren. Ist eine Telefonnummer angegeben haben Sie zudem die Möglichkeit, weitere Fragen zu stellen. Aber bitte tun Sie dies nur dann, wenn Sie tatsächlich Fragen haben. Ein Anruf, um den Namen zu hinterlassen und auf die folgende Bewerbung hinzuweisen ist definitiv nicht förderlich und keinesfalls empfehlenswert.

 

Recherchieren Sie für Anregungen ruhig einmal im Internet zu diesem Thema und Sie erhalten zahlreiche Tipps und Gestaltungshinweise, die wir hier nicht wiederholen wollen. Vielleicht konnten wir Ihnen mit diesem Blick auf das ein oder andere Detail noch einen ergänzenden, guten Tipp geben.

Autor:
Carsten Buchberger, TALENTS - Die Jobmesse, bmv Consulting GmbH

 

bmv Consulting GmbH - Jarrestraße 20 - 22303 Hamburg - Tel.: 040 / 219 083-50 - Fax: 040 / 219 083-53 - info@talents.de

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