Bevor die Mappe auf die Reise geschickt wird, sollte eine andere Person die Unterlagen noch einmal sehr aufmerksam durchlesen. Rechtschreibfehler, Flecke und Knicke gehören nicht zu einer guten Präsentation. Letzten Endes kann jeder Bewerber selbst entscheiden, welche Schriftart und -größe er wählt. Doch Schriftgrößen zwischen 10 und 12 Punkt und Schriften wie Arial oder Times sind gut lesbar. Zur Übersichtlichkeit gehört es auch, nicht mit zu vielen Stilelementen wie fett, kursiv und Unterstreichungen zu spielen.
Beziehen Sie Lebenslauf und Anschreiben aufeinander. Highlights aus dem Lebenslauf sollten im Anschreiben erwähnt werden. Beschreiben Sie, was Sie gemacht haben und verfallen Sie nicht in Phrasendrescherei à la "Meine Freunde beschreiben mich…"
Zuerst also der Lebenslauf: Ob der chronologisch oder umgekehrt chronologisch aufgebaut wird, steht jedem frei. Als Hochschulabsolvent ist eventuell ein chronologischer Aufbau sinnvoll, da der Berufsweg noch kurz ist. Der Lebenslauf kann ruhig ausführlich sein und genau beschreiben, was zum Beispiel Bestandteil der Praktika oder der Studienjobs war.
Die Konfession und die Grundschulausbildung, die Eltern und deren Beruf können weggelassen werden. Die Adresse dagegen gehört dazu, da der Lebenslauf oft kopiert und weitergereicht wird. Hobbys werden mit angegeben.
Formal sollte das Anschreiben mit der gleichen Schriftart und -größe gestaltet sein wie der Lebenslauf. Auch hier kommt es nicht darauf an, DIN-Normen zu befolgen und sich sklavisch an die Vorlagen aus Bewerbungshandbüchern zu halten. Übersichtlichkeit und Konsequenz bei der Gestaltung sollten eher beachtet werden.
Sprechen Sie Ihr Gegenüber - wenn möglich - persönlich an. Im Anschreiben werden nun immer wieder Aspekte aus dem Lebenslauf aufgegriffen, die hier sinnvoll betont werden. Formulieren Sie, was Sie gemacht haben und warum das dem Unternehmen nützt. Es sollte klar werden, dass man sich Gedanken über die Bewerbung und das Unternehmen gemacht hat und dass die Unterlagen nicht wahllos verschickt werden.
Eine Seite reicht. Der Text des Anschreibens kann in Abschnitte unterteilt werden, die logisch aufeinander aufbauen. Ein guter Einstieg ist zum Beispiel die Motivation für die Bewerbung, dann ein kurzer Absatz zum Studium. Verweisen Sie auf Praktika und besondere Studienjobs und zählen Sie besondere Fähigkeiten und Kenntnisse auf. Aber immer mit "Fleisch", also beschreibend: Ich habe [...] gemacht, ich kann [...]
Bevor man nun "mit freundlichen Grüßen" schließt, fehlt noch ein kurzer Satz zum möglichen Eintrittstermin und zur Gehaltsvorstellung. Informationen hierüber finden sich zum Beispiel in den Firmenprofilen auf.
Ein Foto gehört zu einer Bewerbung in Deutschland dazu. Es wird rechts oben auf den Lebenslauf geklebt, gedruckt oder mit Etiketten festgemacht.
Auf das Foto sollte besonders viel Mühe verwendet werden. Schließlich ist es das erste Bild, das sich der Personalverantwortliche von dem Bewerber macht. Da muss ein Profi-Fotograf ran. Ob nun Farbe oder Schwarz-Weiß ist eine Geschmacksfrage. Auch welche Größe Sie wählen, bleibt Ihnen selbst überlassen.
Wenn Lebenslauf und Anschreiben fertig gedruckt vor Ihnen liegen, geht es ans Mappepacken. Nehmen Sie ruhig eine der üblichen Klemm-Mappen, vielleicht auch eine aus Papier.
Das Anschreiben wird oben lose auf den Hefter gelegt. Dann folgt in der Mappe der Lebenslauf. Nun die Zeugnisse, Bescheinigungen und Zertifikate - in einer sinnvollen Reihenfolge: Die wichtigen Unterlagen zuerst und dann chronologisch absteigend, also in etwa: Diplomzeugnis, Vordiplomzeugnis, Abiturzeugnis, Praktikum 2002, Praktikum 2001 etc. Fertigen Sie zur Übersicht ein Deckblatt an.
Und lassen Sie die Mappe zum Schluss noch einmal von einer anderen Person checken. Dann ab in den Umschlag - bevorzugt eine Versandtasche mit fester Rückseite - und ausreichend frankieren. Dann ab die Post und warten, warten, warten...
Quelle: www.karriereführer.de